|
Alexei Akindinow ist das jüngste Mitglied der Rjasaner Abteilung vom Malerverband Rußlands.
In den Studienjahren an der Malerschule Nr.l für Kinder wußte er bereits darüber, dass er Maler wird. Zu jener Zeit versuchte er, im Avantgardestil zu arbeiten, und dies war ihm sehr gut gelungen.
Die Mittelfachschule ließ seinen malerischen Stil bilden; der Maler selbst spricht dabei über den Ornamentalismus oder eine Postavantgarde. "Unsere Welt," - meint Alexei, - "ist eine Welt der elektromagnetischen Wellen. Die Welle ist nichts mehr und nichts weniger als ein Ornament. Es drangt durch alle Räume und stellt das unveränderliche Wesen jeder Erscheinung dar." Für Alexei ist das Ornament ein Symbol des Kosmos und der Unendlichkeit. Er präsentiert die Idee des Ornaments in der Malerei, indem er das Ornament über die realen Gegenstande setzt, welche auf der Leinwand abgebildet sind, sei dies ein bestimmtes Sujet, eine Landschaft oder ein Porträt. Unter dem Gesichtswinkel der dekorativen Ornamente betrachtet Alexei die Welt. Dadurch scheint ihm diese viel deutlicher und umfangreicher zu sein.
Alexei Akindinow ist von der ornamentalen Welt stark hingerissen worden. Gar im Summen eines Transformators, wodurch der elektrische Strom fließt, entdeckt er zugleich ein hartes,spitzes,geometrisches Ornament. "Früher, als ich die Sprache der Symbole nicht kannte," - gesteht, der Maler, - "machte ich, dessen ungeachtet,intuitiven Gebrauch davon. Nachdem ich spater meine Bilder enträtselt hatte, war ich über das Durchdringen des ornamentalen Sinnes ins Bildthema verwundert."Möglicherweise vernahm Alexei damals unterbewußt einen stummen Aufruf seiner weiten Ahnen, die für ihn eine unwiederholbare malerische Sprache entdeckt hatten.
Alle Kräfte gibt der Maler auf die Schaffung des Bildes hin. Seine Gemälde sind in den Privatsammlungen von Rußland, Deutschland sowie in den Galerien der U.S.A. und Italiens, im Zentrum der bildenden Künste "Bereginja" (Stadt Kstowo im Gebiet von Nischni Nowgorod), im Museum von Sasowo, in den Moskauer Gemäldegalerien und einer Privatsammlung in Stawropol, aber die meisten Bildwerke bewahrt der Autor zu Hause auf.
"0, welch eine Schönheit! Die Bilder sind wie Teppiche!" - reden entzückt die Nachbarn, wenn sie bei Akindinows zu Besuch kommen.
Ursprünglich stellte ich mir vor, dass ein Mann, der solche Werke ("wie Teppiche") geschaffen hat, mußte ein morgenlandisches Äußeres haben. Auch im Familiennamen Akindinow lassen sich morgenlandische Wurzeln bemerken. In der Tat aber hat Alexei slawische Gesichtszüge. Er erwies sich viel weicher, als ich ihn in meiner Vorstellung ausmalen konnte - es ist ein sehr intelligenter Mensch.
(Die Auszüge aus dem Artikel von Lübow Suskina "Die Ornamente von Alexei Akindinow" in der Zeitung "MK in Rjasan") (Neufassung und Übersetzung von Alexander Bujanow).
|